Kommende Auftritte des Skating Amadeus Chors

- 21.12.2011 Gemeinsames Chanukkasingen in der Synagoge Graz

Die Schöpfung

Unser neustes Projekt heißt "Die Schöpfung" und wird im Herbst 2010 auf die Bühne des Next Liberty kommen. Premiere: 30.10.2010

Lampenfieber - Premiere gesucht! - Minidoku über die Schöpfung der "Schöpfung" findest du hier

Der Sakting Amadeus Chor wurde am 01.07.2010 in das Leipziger Gewandhaus eingeladen um an der Eröffnung des WAIMH Kongresses mitzuwirken. - Standing Ovation.

Am 23.06.2011 wurde "Die Schöpfung" vom Wiener Burgtheater eingeladen um die Produktion im Rahmen des 2. Schülertheatertreffens zu präsentieren!

Pressemitteilung vom Gastspiel im Leipziger Gewandhaus am 01.07.2010:

E-Mail-Interview mit Peter Konwitschny (Chefregisseur der Oper Leipzig), 24.06.2010
Die Opernarbeit, die die Kinderärztin und Psychotherapeutin Marguerite Dunitz-Scheer zusammen mit dem Next-Liberty-Jugendtheater seit einigen Jahren in Graz leistet, ist unschätzbar.
1. Springen durch den Seitenblick inhaltlich völlig neue Lesarten der alten Stücke heraus. So war z.B. die Darstellung der verkommenen Hofgesellschaft des Duca im RIGOLETTO durch kleine Kinder für mich von einer berührenden Wirkung, wie sie eine "normale" Interpretation durch Erwachsene nicht annähernd leisten kann.
2. Ist die Erarbeitung der Opern mit Kindern und Jugendlichen der beste Garant für ein Publikum von morgen, und
3. bringt die szenische Belebung eines musikdramatischen Werkes den Kindern und Jugendlichen nicht nur therapeutische Erleichterung und Heilung, sondern sie ist die denkbar beste Voraussetzung für die Bildung musischer, intelligenter, phantasievoller, fortschrittlicher, verantwortungsvoller und entscheidungs- und liebesfähiger Menschen.
Die soziale und kulturpolitische Dimension der Arbeit von Frau Dunitz-Scheer ist bedeutend.
Eine Freude für Leipzig, ein solches Gastspiel zu bekommen.

Leipziger Volkszeitung (LVZ), 29.06.2010
"Bester Garant für ein Publikum von morgen"
Peter Konwitschny lobt Kinderoperngruppe aus Graz, die am Donnerstag Haydns Schöpfung aufführt.
Für Tobias Piontek steht fest: "Musik kann das kreative Potenzial der Kinder und Jugendlichen mobilisieren." An der Leipziger Universitätskinderklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik setzt Piontek die Musiktherapie ein. "Damit können etwa Bindungsstörungen zwischen Mutter und Kind behandelt werden", berichtet er. Musik leiste einen Beitrag dazu, zwischen Mutter und Kind wieder eine Verbindung herzustellen. Der erste Schritt auf dem Weg zur Heilung.
Der Einsatz von Musik und Klängen bietet sich nach Ansicht der Uni-Kinderklinik besonders dann an, wenn der sprachliche Ausdruck an Grenzen stößt. Bei der Aufarbeitung von Traumata etwa oder bei der Kontaktaufnahme zu Kindern mit autistischen Persönlichkeitszügen. Gefördert werden können durch die Musiktherapie Kreativität, Ausdruck, Kommunikation und soziale Kompetenz. Piontek verweist auf zahlreiche Studien, die belegten, dass Musiktherapie eine sinnvolle Behandlungsmethode sein könne. Dennoch weigerten sich die Krankenkassen, die Kosten zu übernehmen. In die finanzielle Bresche springt da bei Bedarf der Förderverein der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Den Beweis, was Musiktherapie bewirken kann, wird nach Auffassung von Piontek die Kinderoperngruppe Skating Amadeus aus Graz bringen. 50 Kinder zwischen vier und 18 Jahren werden am Donnerstag im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses "Die Schöpfung" von Haydn in einer Neufassung vorführen. Die erste Vorstellung beginnt um 17 Uhr, die zweite (mit englischen Zwischentexten) um 19.30 Uhr.
Der Auftritt der jungen Gäste aus Österreich steht in Zusammenhang mit dem 12. Weltkongress für seelische Gesundheit im frühen Kindesalter. Diese Tagung findet vom 29. Juni bis zum 3. Juli im Congress-Center der Leipziger Messe statt. Erwartet werden 1300 Wissenschaftler aus 50 Ländern. Marguerite Dunitz-Scheer, die Leiterin der Kinderoperngruppe, ist im Hauptberuf Ärztin an der Uni-Kinderklinik in Graz und Mitglied der "World Association for Infant Mental Helth" (WAIMH), die den Kongress veranstaltet. WAIMH ist eine weltweit tätige Organisation von Ärzten, Psychologen und verwandten Berufsgruppen, die sich für die seelische Gesundheit in der frühen Kindheit einsetzt. Dabei hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die körperlichen und seelischen Bedingungen, unter denen ein Kind während der Schwangerschaft und der ersten drei Lebensjahre aufwächst, entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung haben.
In der Operngruppe machen auch Kinder mit, die wegen psychischer Erkrankungen in Behandlung waren. Die Kinder, die auftreten, hätten viel dafür gearbeitet und "bekommen auf der Bühne dann Beifall, also Selbst- bestätigung", sagt Matthias Bega von der Musikschule Johann Sebastian Bach.
Lobend äußert sich auch Peter Konwitschny, Chefregisseur der Oper Leipzig. Die Arbeit mit der Kinderoperngruppe sei unschätzbar. Durch den Seitenblick "springen inhaltlich völlig neue Lesarten der alten Stücke heraus". Die Erarbeitung der Opern mit Kindern sei "der beste Garant für ein Publikum von morgen".
Die szenische Belebung eines musikdramatischen Werkes bringe den Kindern nicht nur therapeutische Erleichterung und Heilung, "sondern sie ist die denkbar beste Voraussetzung für die Bildung musischer, intelligenter, fantasievoller, fortschrittlicher, verantwortungsvoller und entscheidungs- und liebesfähiger Menschen". Konwitschny: "Es ist eine Freude für Leipzig, ein solches Gastspiel zu bekommen." Ulrich Milde

Leipziger Volkszeitung (LVZ), 03.07.2010
Himmlischer Nachwuchs
Es ist anders als sonst im Gewandhaus. Es gibt kein teures Orchester und keinen teuren Chor mit teuren Solisten. Dafür gibt es im Rahmen des Kongresses der Weltgesellschaft für seelische Gesundheit im Kleinkindalter bei der Aufführung von Haydns Schöpfung (bearbeitet von Kinderärztin Marguerite Dunitz-Scheer) ein Stückchen Hochklassik von der Grazer Arbeitsgemeinschaft Kinderkultur und dem Skating Amadeus Chor. Schräg, bunt und quietschfidel.
Ein zauberhaftes Kammerensemble (Leitung: Andrey Skorobogatko), ein Haufen Kinder im Blaumann und ein wirklich himmlischer Sängernachwuchs (klasse: Josef Schuster, Richard Tamas, Alessa Köck). Sie alle sind vor liebevollen Videomontagen erst Dunkelheit, dann Licht, sind Sonne, Mond und Sterne, sind Wasser und Land und türmen grasgrüne Berge - kurz: sie erleben sich die komplette Genesis. Und sie beleben sie - als singend-klingende Antwort auf das, was sonst so los ist: Twitter, Facebook und Eltern, die nie da sind. Ein paar nicht ganz so perfekte Kinderstimmchen, Musik, Musik, Musik und der erste Freund - vielleicht. So wie Eva Adam umarmt, umarmt der Vogel also sein Vögelchen (Bühne & Kostüm: Alonso Jiminez-Arboleda), umarmt Haydn Bearbeiter Johannes Bachmann - und umarmt Dark Knight schließlich ihren Raffi. Denn das ist das Leben - in echt. Riesenjubel im doppelt ausverkauften Mendelssohnsaal. Charlotte Schrimpff

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